Wissen

Hygiene bei Intervall-Hypoxie-Trainingsgeräten

Warum die sorgfältige Reinigung und Desinfektion von Atemschläuchen und Zubehör für Intervall-Hypoxie-Trainingsgeräte so wichtig ist.

Dr. med. Egor Egorov
Referent / Autor

Dr. med. Egor Egorov

Hypoxie-Experte und Zellstoffwechsel-Experte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich als Arzt intensiv mit dem Energiestoffwechsel und IHT bzw. IHHT.

www.doc-egorov.com

Testimonial
„Gerade im Bereich IHT / IHHT ist Hygiene ein entscheidender Faktor. Ich bin froh, dass mit AltiAir® - O³ clean endlich eine professionelle Lösung verfügbar ist, die die hygienische Aufbereitung von Atemschläuchen deutlich vereinfacht und zusätzliche Sicherheit für Studios, Praxen und Anwender schafft.“
Dr. med. Egor Egorov

Hygiene bei Intervall-Hypoxie-Trainingsgeräten: Warum die Reinigung des Zubehörs so wichtig ist:

Die Bedeutung von Hygiene und Infektionsschutz ist in den letzten Jahren stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt als je zuvor. Berichte über schwere Infektionserkrankungen wie Meningitis mit Todesfällen in Großbritannien, Hantavirus-Infektionen oder andere virale Atemwegserkrankungen zeigen, wie schnell sich Krankheitserreger verbreiten können – insbesondere dort, wo mehrere Menschen dieselben Geräte oder Atemsysteme nutzen.

Auch aus einigen IHT / IHHT -Studios und Praxen (Intervall-Hypoxie-Training) wurde berichtet, dass mehrere Trainierende innerhalb kurzer Zeit an Atemwegsinfektionen oder sogar Lungenentzündungen erkrankten. Ob tatsächlich ein direkter Zusammenhang bestand, lässt sich im Einzelfall oft schwer nachweisen. Dennoch macht dies deutlich, wie wichtig eine konsequente Hygiene bei IHT-Geräten und deren Zubehör ist.

Warum besteht überhaupt ein Risiko? Beim Intervall-Hypoxie-Training atmen Nutzer über Atemschläuche und Maskensysteme ein speziell angepasstes Luftgemisch ein. Zwar wird die Atemluft des Geräts meist mit einem leichten positiven Druck ausgegeben, dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass beim Ausatmen, Husten oder Niesen kleinste Mengen ausgeatmeter Luft in den Atemschlauch gelangen. Dabei können sich Viren, Bakterien, Pilzsporen oder andere Krankheitserreger im Schlauchsystem ablagern. Besonders problematisch wird dies, wenn mehrere Personen dasselbe Zubehör verwenden.

Hinzu kommt ein weiterer oft unterschätzter Faktor: Die Außenseite der Atemschläuche wird von vielen verschiedenen Händen berührt. Gerade in Studios oder Praxen werden Schläuche jedoch häufig nur unregelmäßig gereinigt oder desinfiziert. Dadurch entsteht ein zusätzliches Risiko für Schmierinfektionen.

Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Um das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern deutlich zu reduzieren, sollten Betreiber von IHT / IHHT -Studios und Praxen ebenso wie private Anwender auf ein konsequentes Hygienekonzept achten.

1. Verwendung von Einmal-Atemfiltern

Der Einsatz von hochwertigen Bakterien- und Virenfiltern ist eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen. Einmalfilter verhindern weitgehend, dass ausgeatmete Aerosole oder Krankheitserreger in das Schlauchsystem gelangen. Dabei sollte darauf geachtet werden, ausschließlich medizinisch geeignete Filter mit geprüfter Filterleistung zu verwenden.

2. Atemschläuche nach jeder Anwendung wechseln

Idealerweise sollte jeder Nutzer einen eigenen Atemschlauch verwenden. In professionellen Studios empfiehlt es sich, den Schlauch nach jeder Anwendung auszutauschen. Dies reduziert das Risiko einer Kreuzkontamination erheblich.

3. Reinigung direkt nach der Nutzung

Der verwendete Schlauch sollte unmittelbar nach dem Training gereinigt werden. Dafür genügt meist warmes Wasser oder eine milde Reinigungslösung. Anschließend sollte der Schlauch gründlich ausgespült und zum vollständigen Trocknen aufgehängt werden. Feuchtigkeit im Inneren des Schlauchs kann das Wachstum von Keimen und Schimmel begünstigen – deshalb ist sorgfältiges Trocknen besonders wichtig.

4. Zusätzliche Desinfektion mit Ozon

Nach dem vollständigen Trocknen kann eine ergänzende Desinfektion mit Ozon sinnvoll sein. Geräte wie beispielsweise ein Ozon-Reinigungssystem (AltiAir O3 clean) können helfen, auch schwer erreichbare Innenflächen des Schlauchs hygienisch zu behandeln. Ozon besitzt starke oxidierende Eigenschaften und wird seit Langem zur Desinfektion von Luft- und Oberflächensystemen eingesetzt.

Wichtig ist dabei: Die Anwendung sollte stets gemäß den Herstellerangaben erfolgen.

5. Hygienische Aufbewahrung

Nach der Reinigung und Desinfektion sollten Atemschläuche sauber und trocken gelagert werden – idealerweise in einem Baumwoll- oder Leinentuch. Diese Materialien sind atmungsaktiv und helfen dabei, Restfeuchtigkeit zu vermeiden. Luftdichte Kunststoffbeutel hingegen können Feuchtigkeit einschließen und dadurch das Wachstum von Mikroorganismen fördern.

Mein Fazit

Intervall-Hypoxie-Training ist eine wertvolle Methode zur Leistungssteigerung und Regeneration. Gleichzeitig sollte jedoch nicht vergessen werden, dass überall dort, wo mehrere Menschen Atemsysteme gemeinsam nutzen, ein erhöhtes Hygiene- und Infektionsrisiko besteht.

Mit einfachen, aber konsequent umgesetzten Maßnahmen – wie Einmalfiltern, regelmäßig gereinigten Schläuchen und sorgfältiger Desinfektion – lässt sich dieses Risiko deutlich minimieren.

Hygiene ist damit nicht nur eine Frage der Sauberkeit, sondern ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Gesundheit aller Trainierenden.